Unsere Geschichte

20.März.1911

Kaiser Wilhelm (1888-1918) unterstützte den Rudersport stark und hieß neue Rudervereine in Kassel herzlich Willkommen. 7 junge Mädchen wollten daraufhin einen Ruderverein gründen und begannen mit Transparenten für ihr Anliegen zu kämpfen. Zwar wurde die Finanzierbarkeit des HSS Rudervorhabens in Frage gestellt, aber durch die Befürwortung von Auguste Victoria, Frau des Kaisers, konnte das Anliegen durchgesetzt werden. Es entstand der erste deutsche Schülerinnen Ruderverein. Nach und nach wurden dann Steg und Bootshaus, welches sich gegenüber des Regierungspräsidiums zwischen Drahtbrücke und Fuldabrücke befand, geplant und errichtet.

20.März 1912

Genau ein Jahr nach der Gründung des Vereins, welcher nun aus 43 Mitgliedern bestand, wurde das erste Boot, ein Gig Doppelvierer, auf den Namen „Gudrun“ getauft.

1924

Aufgrund des Platzmangels in dem bisherigen Bootshaus wurde ein neuer Standort gesucht. Es entstand das heutige Bootshaus am Auedamm.

1935-1945

Durch den Krieg wurden große Teile Kassels zerstört. Familien mussten

fliehen und neue Unterkünfte suchen. Einige Familien haben sich während

des Krieges im Bootshaus der Heinrich-Schütz-Schule einrichtet. Das

Bootshaus war zu Freuden der Ruderer noch in einem guten Zustand, nur

eine Ecke wurde abgetrennt. Boote konnten wieder einziehen und der

Ruderbetrieb konnte nach Instandsetzung wieder anlaufen. Im Jahr 1952 zog

die letzte Familie aus.

                                                                                                                                           Das Bootshaus in 1933 - Archiv 75 Jahre Festschrift

 

Bis 1961

 

Bis 1961 wurden 16 Stilruder Siege von den Ruderinnen eingefahren.

 

 

                                                                                                                                    

1965-1967

Bis 1965 wurde der Rudersport von den Ruderinnen hauptsächlich als Freizeitsport betrieben. In den Jahren zwischen 1965 und 1967 wird Ordnung geschaffen und der Verein bereitet sich auf einen neuen Abschnitt des Ruderns vor: Dem Leistungssport.

1967-69

Durch Protektor Heinz Freund wurde der Leistungssport im Ruderverein eingeläutet. Schon ein Jahr später, am 14.07 und 22. 09. 1968, fuhren die Ruderer unter Leitung von Freund mit 3 Mannschaften nach Hannover an den Maschsee. Dort erzielten sie vier Goldmedaillen. Auf der Regatta in Essen, 1969, wurden zwei Mannschaften Schülerinnenmeister.

                                                            Bootstaufe von Manta (Gig4x), Hai (1x) und Elritze (2x-) am 12.04.1970

 

1970

Der Ruderverein erhielt eine Einladung vom Deutschen Ruderverbund, Deutschland unter weiteren 7 Nationen auf einer Regatta in der Tschechischen Slowakei zu vertreten. Dort erzielten die Ruderer den 4. Platz im Achterrudern. Damit begann das Riemenrudern für Frauen in Deutschland. Bei den Bundesvergleichswettkämpfen der Deutschen Schülerruderverbände erzielte der Verein weitere Podestplätze.

1970-83

Insgesamt 16 Bundessieger unter 42 Podestplätze bei „Jugend Trainiert für Olympia“ konnten die Ruderer in den Jahren 1970 bis 1983 ergattern. Dabei war der Verein führend in Hessen. Zudem wurden zwischen den Jahren 1967 und 1983 mehr als 250 Rennen gewonnen.

1990er

Durch das zunehmende Angebot an anderen Freizeitaktivitäten verliert der Rudersport an Bedeutung. Die Sportart entwickelt sich zu einem Freizeit- und Breitensport, wobei die Ära des Rennruderns langsam versiegt.

2000er

Durch die Einführung des achtstufigen Gymnasiums (G8) und des Nachmittagsunterrichtes haben Schüler kaum noch Zeit, Freizeitaktivitäten intensiv durchzuführen. Darunter leidet nun auch der Rudersport.

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